Cantabile beim Bikergottesdienst 2013 auf dem Schreckhof in Mosbach

Rückblick Bikergottesdienst 2010

Cantabile begleitete den zweiten Motorrad-Gottesdienst am 25. April 2010 in Mosbach musikalisch. Der außergewöhnliche Gottedienst stand diesmal unter dem Motto „Leben in der Kurve“. Der folgende Bericht erschien am 29. April 2010 in der Rhein-Neckar-Zeitung:

Bikern offenbarte sich ein Orientierungsrahmen für die Seele

Motorrad-Gottesdienst der Seelsorgeeinheit Mosbach unter dem Motto „Leben in der Kurve“ mit rund 150 Teilnehmern

Mosbach. (mle) Zum Anfang der Saison, zum gemeinsamen Anlassen der Maschinen, lud der Motorrad-Gottesdienst „Leben in der Kurve“ der Seelsorgeeinheit Mosbach am Schützenhaus in Mosbach ein. Vor dem Gottesdienst setzte sich der Konvoi der Bikerinnen und Biker auf 150 Maschinen vom Messplatz in Neckarelz in Bewegung.

Das Symbol für den Gottesdienst in Mosbach war das grüne Band, das neben einem kleinen Schutzengel alle Teilnehmenden bekamen und an ihrer Maschine oder der Kutte befestigten. Es steht für sicheres Fahren. Vor allem aber symbolisiert es den Segen für das Motorradjahr. Nach der gemeinsamen Fahrt lud Diakon Manfred Leitheim im Biergarten der Gaststätte „Pulverkammer“ am Schützenhaus zum Tagesgebet ein: „Das nächste Mal, wenn du denkst, Gott könne dich nicht gebrauchen, dann erinnere dich: Abraham war zu alt, Jesaja predigte nackt, Hiob war pleite, Johannes der Täufer aß Heuschrecken, die Jünger schliefen beim Beten ein, Marta machte sich immer Sorgen, Zachäus war zu klein und Lazarus war tot! Keine Ausreden mehr. Gott wartet darauf, dein volles Potenzial einzusetzen.“ Diakon Leitheim führte in seiner Predigt aus: „Beim Motorradfahren begegne ich mir selbst.“

Das Schlussgebet erinnerte mit „Zehn Gebote der Motorradfahrer:“ „Du sollst so fahren, dass andere dich sehen können, dass du die Straße einsehen kannst. Menschen, die dich lieben warten auf dich.“ Nach dem Segen für die Fahrerinnen und Fahrer und für ihre Motorräder wurden die Maschinen symbolisch das erste Mal angelassen und heulten auf zum Lobe Gottes.

Der gemischte Chor „Cantabile Haßmersheim“ um Rupert Laible gab dem Gottesdienst mit Liedern wie: „Das Ja der Liebe“ mit dem Refrain: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, seit wir Zeugen seiner Macht geworden sind, wir beginnen diese Wunder zu verstehen“ oder mit dem Schlusslied „Stairway to Heaven“ mit der Zeile „während wir so die Straße runterwehen, unsere Schatten größer als unsere Seelen … sie kauft sich eine Treppe zum Himmel“ einen besonderen musikalischen Bezug und Rahmen. Er schloss mit dem Segen für Fahrer und Maschinen. Mit einem kleinen Schutzengel, der wie Diakon Leitheim betonte, als Schlüsselhänger immer so schnell fliegen würde, wie man selbst fuhr, machte man sich nach dem gemeinsamen Anlassen auf den Weg in die Saison.

Für die Motorradfahrer bot der Gottesdienst in einer von Technik und Ehrgeiz bestimmten Welt Orientierungsrahmen für die Seele. Die Themen: „Über den Asphalt will ich dich loben“ 2009 und jetzt „Leben in der Kurve“ sind Ausdruck dieser Haltung. Es geht um Halt für die Seele über die Grenzen des persönlich kontrollierbaren Lebens hinweg. Zum anderen war das Gedenken an Verunglückte und Verstorbene wichtig.

Der Motorrad-Gottesdienst wird seit 2009 veranstaltet und organisiert durch eine Gruppe von Motorradfreunden um die Wirtin der „Pulverkammer“ Bärbel Raitzig, dem Organisten und Chorleiter Rupert Laible und Diakon Manfred Leitheim von der Seelsorgeeinheit Mosbach.

 

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