Benefizkonzert „Lichter der Hoffnung“ 2012

Benefizkonzert „Lichter der Hoffnung“ 2012

Am 4. Advent 2012 gaben Cantabile Haßmersheim und der gemischten Chor Hochhausen ein Benefizkonzert zugunsten der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“. Der folgende Bericht erschien am 27. Dezember 2012 in der Rhein-Neckar-Zeitung (von Pia Geimer):

Mit „Lichter der Hoffnung“ ein prächtiges Benefizkonzert präsentiert

Cantabile Haßmersheim und der gemischte Chor Hochhausen mit großartiger Leistung

Mosbach. Die St. Josefskirche wurde am Sonntag zum Schauplatz eines ganz besonderen Konzertes, das die beiden Chöre „Cantabile“ Haßmersheim und der gemischte Chor Hochhausen mit ihrem rührigen Chorleiter Rupert Laible als Benefizkonzert zugunsten der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ veranstalteten. Zur Aufführung kam die Adventskantate „Lichter der Hoffnung“ von Klaus Heinzman (Text: Johannes Jourdan).

Für „Ärzte ohne Grenzen“ war Dr. Wolfgang Roth anwesend, der die Arbeit der „Medécins Sans Frontiéres“ (MSF) vorstellte, die 1999 den Friedensnobelpreis erhielten. Dr. Roth ist Oberarzt der Unfallchirurgie in Buchen und war 2010 für vier Wochen in Nigeria im Einsatz. Mit bewegenden Worten schilderte er die Umstände, unter denen die Menschen aus dem immer wieder von Gewalt erschütterten Land in improvisierten Krankenhäusern behandelt werden.

„Lichter der Hoffnung“ – so lautete nicht nur der Titel der Kantate, sondern auch das Motto des Konzerts, mit dessen Spendenerlös die Artbeit der MSF in Nigeria unterstützt werden wird.

Die Adventskantate von Klaus Heinzmann entstand 1995 und hat vor allem wegen ihrer eingängigen Musik und ihrer einfühlsamen Texte ihren Platz in den Adventsprogrammen der beiden Chöre bereits gefunden. Rupert Laible hatte die umfangreiche Instrumentalbesetzung geschickt bearbeitet und eine Aufführung mit Solovioline (Daniela Tomas), Schlagzeug (Wessela Kostowa-Giesecke) und vier Keyboards (er selbst, Alexander Giesecke, Andreas Hentschel und Robin Herkert) möglich gemacht.

Kernstück der Kantate sind die 16 ganz unterschiedlichen Lieder und Chöre, die mal ganz nachdenklich, mal schwungvoll und modern daherkommen. Viel Gelegenheit für die Sängerinen und Sänger der beiden Chöre, ihre Stimmen zu einem prächtigen gemeinsamen Klang zu vereinen und vor allem die prächtigen Jubelchöre wie „Das Volk, das im Finstern wandelt“, „Gelobt sei, der da kommt“ und den Schlusschor „Hosianna“ zu einem eindrucksvollen Ereignis zu machen.

Die Zwischentexte können entweder in der Art eines Rezitativs gesungen oder gesprochen sein. Es sind häufig die kritischen Fragen eines modernen Zweiflers, die mit der tröstenden Verheißung der Bibel beantwortet werden (gesprochene Soli von Walter Knapp, Helmut Gacs, Sabine Schmid und einigen Kindern). Auch die von den beiden Gesangssolisten Ingrid Landhäußer )Sopran= und Reinhard Merkl (Tenor) unprätentiös und schön gesungenen Lieder und Arien sind hübsch gesetzt, vopn klarer Aussage und eingängiger Melodik. Mit Dissonanzen wird jeweils der Zweifel oder die Suche, Gottes Schweigen zu den ungelösten Konflikten der Menschen symbolisiert.

Klaus Heinzmann kombiniert zuweilen klassische Weihnachtslieder in einer Art Collage mit neu komponierten Teilen, die Orchesterbegleitung ist meist flächig und melodiös, kan aber auch als jubelnde Fanfare erklingen. In der kompakten Besetzung eine einzige Solovioline beizubehalten, war ein glücklicher Einfall, denn Daniela Tomas (Violine) verlieh mit ihrem silbrigen Ton auch dem naturgemäß etwas statischen Klang der Keyboards eine erstaunliche Vitalität.

Eine dezente elektronische Verstärkung der Solostimmen und der Geige sorgte für eine gute, unforcierte Balance mit dem großen Chor.

Mit einem prächtigen „Halleluja“-Schlusschor ging die Kantate „Lichter der Hoffnung“ zu Ende. Die Zuhörer in der voll besetzten Josefskirche spendeten stehende Ovationen und feierten die Ausführenden mit lang anhaltendem Aplaus, für den sich Dirigent Rupert Laible und seine Chöre mit einer tollen Zugabe bedankten, „Gabriellas Song“ aus dem anrührenden Film „Wie im Himmel“ (Solistin Tamara Kühner).

 

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